Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Lebensborn Pommern. Im dunklen Laub

Das Buch erscheint im Januar/ Februar 2020 im Handel.

ISBN: 978-3-7504-4730-1  (Hardcover, Taschenbuch oder E-Book) 

 

 

Bad Polzin, 1940. Gertrud ist schwanger und lässt sich zur Entbindung ihres unehelichen Kindes in das Heim Pommern des SS-Lebensborn einweisen. Das Angebot für Mütter „guten Blutes“ befreit sie aus einer Notlage und fügt sich in ihr Weltbild als überzeugte Nationalsozialistin. Hier wird sie auch nach der Geburt ihres Kindes bis 1945 einen neuen Wirkungskreis finden. Mit der sogenannten Eindeutschung polnischer Raubkinder, die ins Altreich adoptiert werden, erreicht Gertruds Karriere bei der SS einen traurigen Höhepunkt. Gertrud schreibt an ihr Kind und erzählt, wie sie in Dessau den Kindsvater und wohlhabenden Hotelier Walter kennengelernt hat. Auch der Konflikt mit Walters Frau Bertha, die Gertruds Kind Rüdiger am liebsten in ihre eigene Obhut nehmen möchte, kommt hier zur Sprache. Als 1945 die Rote Armee Pommern erreicht, müssen Gertrud und Rüdiger aus Pommern fliehen. Zur gleichen Zeit wird Dessau von den Alliierten aus der Luft angegriffen und schwer bombardiert.

Alle stehen vor einem Neubeginn. Da werden die Karten zwischen Gertrud und Bertha im Tauziehen um Rüdiger neu gemischt.

Dessau, 2019. Rüdigers Sohn besitzt von seiner Großmutter Gertrud, die er nie kennengelernt hat, ein Bild im Porträtformat. Er entdeckt in einem Buch über den Lebensborn das Foto einer Maidemonstration in Bad Polzin mit dem Titel „Heim Pommern marschiert mit“. Zufällig liegt eine Lupe auf dem Tisch, die er sich zur Erkundung Pommerns auf einer ausgebreiteten Landkarte bereitgelegt hat. Unter dem Vergrößerungsglas sieht er im Abgleich der Personen auf dem Foto mit dem Porträt, dass es auch hätte heißen können, „Gertrud marschiert mit“. Er malt sich ihre Geschichte und ihre Verstrickung in das Unrecht jener dunklen Zeit aus.

Leseprobe

 

Rezension

 Dieter ist Testleser meines Debüt-Romans und schreibt am 02.12.19:

"Ich habe nunmehr die ersten Kapitel gelesen. Also Zeit für erste Eindrücke und eine erste Rückmeldung.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin begeistert von dem was ich bisher gelesen habe. Ich lese recht langsam. Das hat aber auch Vorteile. Grammatikalische Unsauberheiten und Rechtschreibfehler fallen mir besser auf. Und dann kann ich auch tiefer eindringen und  beim Lesen genießen. Manche Stellen lese ich durchaus zweimal. Ich weiss dann aber auch, was ich gelesen habe.

 Dein Schreibstil ist flüssig, verliert sich nicht in Abschweifungen. Du bleibst klar in der Handlung und treibst sie voran. Dabei baut sich für den Leser ein Spannungsfeld auf, das ihn animiert, weiterlesen zu müssen. Auch die bisherige Rahmenhandlung in Form des Briefes von Gertrud an ihr ungeborenes Kind ist wunderbar gewählt. Das kontinuierliche Aufgreifen des Rahmens ist gut temperiert, nicht überstrapaziert. Der Rahmen ist der Rahmen. Hier geht die Handlung voran. Die Rückblenden erzählen die Einzelheiten aus Gertruds bisherigem Leben. Aber auch hier baut sich Schritt für Schritt die zweite Handlungsebene auf. So entsteht vor den Augen des Lesers, ähnlich eines Puzzels, ein in sich geschlossenes Ganzes. Also wirklich, Dirk, gut gemacht!

 Das Thema ist brisant. Gerade hier lese ich ganz genau. Die Nazizeit wurde in der bisherigen Literatur doch eher plakativ behandelt. Im Osten Antifaschismus mit Herausarbeitung der Greueltaten der Nazis. Im Westen in den Fünfzigen Augen zu und später dann Holocaust hoch und runter. Du setzt Dich in "Im dunklen Laub" mit dem Denken und Fühlen der Menschen auseinander. Und das an der hochsensiblen Stelle im Zusammenhang mit dem Entstehen von neuem Leben. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht."